Lebensskizze
Ich wurde am 19. Juli 1953 in einem südbadischen Dorf am Südwesthang des Schwarzwaldes geboren, besuchte hier Grund- und Hauptschule und machte eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Feinmechaniker. Den Beruf übte ich zwei Jahre lang aus, zog mittlerweile nach Freiburg und wollte eigentlich Vollzeithippie werden.
Mental war ich bereits Morgenlandfahrer, doch statt nach Osten in das Land der Sadhus zu reisen, begann ich eine innere Reise; ich war vollkommen mittellos und hatte erkannt und erlebt, dass es eine Revolution gibt, die alles umstoßen und ändern kann. Doch dieser Umsturz begann nicht in Politik oder Religion, sondern mit Erfahrungen, die in einem anderen Abschnitt geschildert werden sollen.
1980 zog ich nach Konstanz, wo ich mich für ein Chemiestudium an der Universität einschrieb. Nach dem Vordiplom wechselte ich zurück nach Freiburg, wo ich das Studium beendete, um im gleichen Jahr 1986 eine Stelle in Kiel am Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten anzunehmen. Das gesamte Studium konnte ich über Bafög finanzieren und war damit weitgehend unabhängig. Ich teilte diese Zeit in zwei Phasen, das eigentliche Studium mit Vorlesungen am Vormittag, Labortätigkeiten nachmittags und in Abende mit Vor- und Nachbereitungen der anfallenden Anforderungen und Prüfungen.
Die zweite Phase bildeten die nicht weniger wichtigen Semesterferien. Diese reservierte ich für meine „Sadhana“, so nenne ich meine spirituellen Praktiken mit magischen Einlagen in den Semesterferien. Wie viel ich davon berichte, wird sich in den Lebensskizzen noch zeigen.
Im Anschluss an das Studium trat ich als Chemiker eine Stelle im Landesamt für Gewässerschutz in Kiel an, wo ich das Labor für Gewässer-Analytik führte und Gutachten zum Belastungszustand durch Schwermetalle und organische Schadstoffe der Fließgewässer und im Küstenbereiches von Nord- und Ostsee des Landes Schleswig-Holstein erstellte. Nach zwei Berufsjahren quittierte ich den Dienst, nachdem mein oberste Landesherr kurz zuvor und noch in jungen Jahren über den Jordan ging. Er wurde tot in einer Badewanne in einem Genfer Hotel gefunden und ich will diesen doch tragischen Tod mit seinen politischen und unmenschlichen Begleitumstände nicht aufrollen.
Ich war überzeugt, dass ich einen erneuten Wechsel vollziehen muss, um einer drohenden inneren Kündigung zu entgehen. Ich wechselte nach Mannheim, wo ich das Studium der Naturheilkunde aufnahm, und trat nach Abschluss der Prüfung in einer naturheilkundlichen Praxis in Weilheim ein Assistenzstelle an. Ersparnisse, Nachhilfeunterricht in Chemie und Mathematik, gelegentlich auch in Physik und eine sehr günstige Wohnung sorgten für die Finanzierung. Es folgte die Gründung einer eigenen Naturheilpraxis und ich wunderte mich nicht wenig, dass mein Lehrmeister das drei- und vierfache von meinem Einkommen erntete.
Nun lebe ich seit fast 10 Jahren in Rente, lebe eigentlich wohlbehütet in einer schönen Wohnung mit Eigentumsanteil. Da ich als jüngstes und schwächlichstes Kind alleinerziehend aufwuchs, kenne ich das Alleinsein eigentlich hauptsächlich als Freiheit und Beglückung, von den Jugendjahre mal abgesehen, die aber doch aufregend und äußerst abwechslungsreich waren.
Lebensskizze
Im folgenden werde ich die innere Entwicklung anhand einiger Stationen schildern. Ich war damit bereits weit fortgeschritten, doch muss ich nun von vorne beginnen, da mir die Aufzeichnungen bei einem Crash meiner Website verloren gingen. Ich werde mir Zeit lassen, denn das Leben läuft mir nicht weg, kommt auch nicht unbedingt auf mich zu, sondern will ab und zu abtauchen.
14. Sept. 2026