🌒Kurzfassung

Kapitel 7 zeigt fünf vollständige Tarot‑Talisman‑Rituale für konkrete Lebenssituationen: Zeit gewinnen, Gottheiten rufen, Mut finden, Haus schützen, Vergangenheit loslassen. Jedes Ritual kombiniert Tarotkarten, planetare Kräfte, Sigillen und Visualisation.

Im Anhang beschreibe ich detailliert ein eigenes Chrysalis-Ritual.

1.Ritual: Zeitgewinn

Dieses Ritual nutzt die Kräfte von Saturn, dem Herrscher über Zeit, Struktur und Verzögerung. Die Autoren zeigen eine Tarot‑Legung, die Saturns Energie anruft, um Hindernisse zu reduzieren, den eigenen Fokus zu stärken und „mehr Zeit“ im eigenen Lebensfluss zu gewinnen. Die Visualisation weckt das Gefühl, dass Zeit sich dehnt, Hindernisse sich ordnen und der Geist klar wird.

2. Ritual: Einen Wächterengel rufen

Hier wird ein Shem‑ha‑Mephoresh‑Engel angerufen, passend zur eigenen Geburtsdekade oder zum Ziel des Rituals. Die Tarotkarten dienen als „magische Fenster“, durch die der Engel kontaktiert wird. Das Ritual verbindet Hexagramme, Engelssigillen und eine telesmatische Visualisation des Engels.

3. Ritual: Mut in einer schwierigen Situation

Dieses Ritual ruft die Kräfte von Venus und dem Sternzeichen Löwe an — eine Kombination, die Mut, Herzenskraft und innere Stärke erzeugt. Die Kartenwahl zeigt die archetypische Kraft des Löwen. Die Visualisation betont die Stärkung des eigenen Willens und das Erkennen der inneren Stärke.

4. Ritual: Haus oder Wohnung schützen sowie eine Athmosphäre des Glücks und Erfolgs schaffen

Hier wird die Energie von Jupiter und das Sternzeichen von Steinbock angerufen. Das Ritual schafft ein „energetisches Schutzfeld“ um das Haus.

5. Ritual: Vergangenes loslassen und neu aufbrechen

Dieses Ritual arbeitet mit Saturn und dem Element Luft. Es dient dazu, alte Verletzungen, Erinnerungen oder Muster zu lösen. Die Visualisation zeigt das Bild eines Windes, der alte Lasten fortträgt, während die Karten den Übergang in einen neuen seelischen Zustand markieren.

Telesmatische/magische Bilder

Zu jedem Ritual gehört ein Abschnitt über die Erschaffung eines telesmatischen Bildes — einer inneren Vision einer Gottheit oder der Kraft, die man ruft. Diese Bilder werden aus den Farben, Symbolen, Zahlen und Energien der jeweiligen Karte und ihrer Korrespondenzen zusammengesetzt. Das Bild dient als „astrales Gefäß“, das die Energie des Rituals trägt.

Aus Gründen des Copywrites kann kein Ritual-Beispiel im Wortlaut angegeben werden.

So. 27. Sept. 2026

🧭ANHANG

Chrysalis-Ritual: Originärer Entwurf

In der Besprechung von Kapitel 7 wurden die Beispiele telesmatischer Rituale im Buch von Chic und Sandra Cicero zusammengefasst. Zitate oder gar wörtliche Wiedergabe der Inhalte ist aus Gründen des Copyrights nicht möglich. Doch ich kann nach den beschriebenen Regeln ein eigenes Ritual entwerfen, dessen Urheber ich selbst bin, und das in keinem Buch zu finden ist.

Ich greife dafür auf ein beeindruckendes Phänom der Evolutionsbiologie zurück, nämlich die Metamorphose im Werdeprozess eines Schmetterlings. Ich muss ausholen, um mich verständlich zu machen.

Chrysalis: Übergang von der Raupe zum Schmetterling

Metamorphose des Schmetterlings Das Bild zeigt den vollständigen Werdezyklus des Schmetterlings vom Ei auf einem Blatt, zur Raupe, über das Chrysalis-Stadium in der Seidenhülle zum ausgewachsenen Schmetterling.

Die Chrysalis, auch Puppe oder Nymphe genannt, ist der Übergangszustand von der Raupe zum Schmetterling. Die Raupe löst ihr Gewebe in dieser Phase vollständig auf, sie verschwindet und in der gebildeten schützenden Seiden-Hülle entsteht ein neues Wesen: neue Organe mit Flügeln, Beine, Antennen, Augen entstehen. Oft dauert der Prozess nur 1-2 Wochen, den Umwelteinflüssen entsprechend, denn Chrysalis ist kein Ruhezustand, wie lange angenommen wurde, sondern eine dramatische und faszinierende Verwandlung, eine Evolution in Beschleunigung, für die man Jahrtausende erwarten könnte.

das Chrysalis-Stadium des SchmetterlingsIn diesem Beispiel soll es um die Metamorphose gehen, um die Wandlung grundlegender Bedingtheiten des Lebens nicht nur auf der physischen Ebene, denn das Leben umfasst mehrere Dimensionen und Ebenen. Diese Metamorphose soll hier als Imagination für das nun folgende Ritual dienen. Es ist eine magische Betrachtungsweise, da ich dieses Phänomen gleichzeitig auf physischer, seelischer und geistiger Ebene betrachte und meine Erkenntisse in einem Ritual fokussiere.

Schritte des Chrysalis-Rituals

Ziel: Metamorphose von einem Pechvogel zum Ritter glücklicher Umstände und auch von der Pechmarie zur Sammlerin von Nektar im Blütengarten.

Die Öffnung des Raumes: der Pfad wird geöffnet, um die neue Zukunft in die Gegenwart zu bringen.

Koresspondenzen: ein tiefes Schwarz für Chrysalis und ein Hauch Violett für die Transformation durch Neptun.

Elemente: Wasser in einer Schale für Auflösung und das ganze Protoleben; dann Wind als Luftzug für Bewegung und Elan in neuer Zeit.

Planeten: Saturn in schwarzer Farbe, gezeichnet als Saturnglyphe auf schwarzes Papier - als Ruf für die Gottheit mit seinen Zuständigkeiten für Zeit, Grenze und Formation. Dann Neptun in violetter Farbe für Nebelschwaden, die aus dem Wasser steigen und für Auflösung im Wasser sorgen - Neptun = Meeresgott im schier grenzenlosen Meer des Daseins.

Auflösung und Neubildung

Magie der Auflösung und Neubildung wird im Quartett der ausliegenden Tarot-Karten versinnbildlicht; geweiht den Göttern und aufgeladen (geweiht) mit Energie sind sie die Talsimane und verwirklichen mit Hilfe der Götter das Ritual. Das Ritual ist der Auslöser, der Trigger, mehr nicht.

Eine schwarze Kerze steht in der Mitte der vier Karten, die ein Quadrat bilden. Daneben die kleine Schale mit Wasser. Davor das Saturnzeichen auf schwarzem Pabier. Der Raum wird zur Seidenhülle, Rauch und Flackern der Kerze zeigen die Bewegung durch den entstehenden Zugwind während des Rituals.

Vier Tarot-Karten liegen im Quadrat:
• Oben im Norden: Eine Karte für die aktuelle Begrenzung, entsprechend Saturn.
• Rechts im Osten: Eine Karte für die Wandlung, entsprechend dem Neptun.
• Unten im Süden: Eine Karte, die die eigene Enge, den inneren Wandlungswiderstand zeigt. Neptun steht im Steinbock, dem astrologischen Zeichen, dessen Regent Saturn ist. Saturn macht für Neptun den Weg frei. Die Stunde der Pechmarie/des Pechvogels schlägt.
• Links im Westen: Eine Karte, die die kommende, die glückliche Gestalt sichtbar macht. Die Wahl der Karte ist individuell, der Besucher und Leser wähle selbst.
• In die Mitte des Tarot-Quartetts wird eine schwarze Kerze entzündet als Feuer und Katalysator der Neuen Art und Zeit.

Vor der Wasserschale liegt das Planetenzeichen von Saturn, gezeichnet auf schwarzes Papier. In meditativer Stimmung, still oder leise, vergegenwärtige man: „Saturn, Hüter der Form und Grenzen, Wächter der Zeit, öffne die Tür für die Wandlung und gib den Weg frei .“

Als Opfer gebe man seine Aufmerksamkeit ungeteilt.

Der Zeigefinger, Finger des Willens, wird in das vorbereitete Wasser getaucht und mit der Fingerspitze das Zeichen des Saturn über dem Wasser nachgezeichnet.

Mit dem Zeigfinger wird dann jede der vier Karten berührt; imaginativ lassen man den Pechvogel / die Pechmarie auflösen. Durch die Auflösung steigen violette Rauchschwaden aus dem Wasser, die das Kartensquartett umhüllen.

Die alte Gestalt im Norden zerfällt, die Enge im Süden wird durchlässig, im Osten wird die Neue Gestalt spürbar, die neue Gestalt tritt im Westen hervor. Die Rauchschwaden nehmen die aufgelösten Rückstände auf und der Wind weht sie von dannen.

Chrysalis verwirklicht sich selbst, zuversichtlich wird den Göttern gedankt, die das Werk verrichten.

In Gewissheit vergegenwärtige man sich, still oder leise: "Die Alte Form ist aufgelöst, die Pechsträhnen sind abgelegt und beendet. Sie verlieren sich im violetten Nebel und der Wind verweht sie für immer. Eine neue Zeit beginnt."

Abschluss

Mit benetztem Daumen und Zeigefinger wird die Kerze gelöscht. Die vier Karten kommen zurück auf den Stapel der übrigen. Das Zeichen von Saturn wird verbrannt, und die Rückstände der Asche werden zusammen mit dem Wasser aus der Schale beim nächsten Gang ins Freie in die Erde geschüttet. Das Ritual ist beendet.



Ausblick und Ende

Inhaltlich wird mit diesem Kapitel die Buchbesprechung "Tarot and Talsiman Rituals" von Chic Cicero und Sandra Tabatha Cicero abgeschlossen. 300 Buchseiten mit einem bedeutsamen Anhang wurden auf wenigen Seiten zusammengefasst und ich musste eine Auswahl treffen und einen durchgehenden Faden spinnen, um mich und das Buch verständlich zu machen.

Mit der Form der Darstellung kann ich aus mehreren Gründen nicht zufrieden sein, einen will ich nennen. Die Form muss einer Technik der Website im Hintergrund angepasst werden, die mir noch nicht zufriedenstellend gelungen ist. Deshalb wird sich die Form noch ändern, ich überlege mir, ob ich allein deshalb schon die 7 Kapitel in einen einzigen Artikel packen soll mit einem Zusatzkapitel für den Anhang.

Das Buch ist reich an zukunftsweisenden Impulsen, manches liegt auch außerhalb meines Interesses und gewiss werde ich auch manches für meine eigene Website übernehmen.

Die magischen Quadrate

Eingangs meiner Besprechung versprach ich auf die Instrumente und die Verwendung dieser Quadrate einzugehen, als Beispiel stellte ich die "Sator-Arepo" Formel vor. In dem Buch werden zu den klassischen Planeten, wie sie in der Astrologie gang und gäbe sind, derartige Quatrate beschrieben. Da ihre Vorstellung und Besprechung aber ohne einen größeren Rahmen nicht möglich ist, habe ich davon abgesehen.

Anhang und Copyright

Beim Besprechen und Zitieren eines Buches lebender Autoren tappt man schnell in die Falle der Verletzung des copyrights. Auf das Zitieren habe ich gänzlich verzichtet und die Besprechung so allgemein gehalten wie möglich. Für die Darstellung der Grafiken verwendete ich oft die Hilfe der KI und passte die Tabellen und Grafiken durch kreative Gestaltung an meine Website an, so machte ich aus ihnen eigene Kunstwerke.

Projekt Tarot-Karten

Die größte Stärke des besprochenen Buches liegt in der Deutung und Verwendung des Tarot. In dem Buch werden mehrer Sets vorgestellt, mit einer Tiefe und Überzeugungskraft wie ich das selten fand. Dies kam in der Besprechung zu kurz; ich steckte mir deshalb einen zeitlichen Rahmen, und führe in eigener Regie ein Unternehmen für ein eigenes Aurora-Tarot Set. In einem Begleitheft beschreibe ich es und in einem Projekt, das von 21. Sept. 26 bis 31. März 27 dauern soll, führe ich es aus. Täglich investiere ich 1 Stunde morgens und 1 Stunde abends und komme so in ca. 180 Tagen auf 360 Stunden. Das Set soll alle 78 Karten umfassen. Auf ein Spiel- oder Opfer-Set klebe ich auf die Vorderseiten der Spielkarten eigene Aquarelle-Darstellungen auf. Ich werde hier nicht das ganze Set vorstellen, aber doch einige Karten und Ausschnitte der Herstellungsweise in Kurzvideos zeigen.

So 27. Sept. 2026