🌒 Tarot – Karten der Sterne und der inneren Verbindung
Tarot ist vor allem bekannt durch seine Anwendung als Orakel oder Divination, aber das Karten-Set ist vielfältiger und kann auch als Wegweiser durch die unsichtbaren Ebenen dienen, als Erforschung der eigenen Tiefen, oder es kann auch eine Brücke des Inneren Daseins mit dem äußeren Kosmos herstellen, vergleichbar der Astrologie. Nicht zuletzt können die Karten auch als Spiegel der eigenen spirituellen Entwicklung gelesen werden. Die 22 Karten der Großen Arkana sind unerschöpflich in ihrer Vielfalt und die Grenzen der Deutbarkeit und Anwendung liegen zuerst und vor allem im Betrachter und Anwender selbst.
🛠️ Die Tarot-Karten sind ein Werkzeug und damit liegt ihr Zweck beim Anwender. Der Magier nutzt sie gern, wenn sie denn zu seinem Weg passen, der spirituelle Mensch hat in der Regel seine Vorbehalte. Wie der NARR, trägt der spirtuell Suchende sein Karma ab, ansonsten benötigt er nur einen Wander- oder Predigerstab, vielleicht noch eine Laterne, bestimmt aber noch einen leeren Geldbeutel. Diesen spirituellen Menschen gibt es aber äußerst selten, wie ja auch den Magier, der unerkannt und nicht selten im Wald verborgen lebt oder sich als Gnom gibt oder was auch immer.
Anmerkung: Der Magier hat bei seinen Werkzeugen wie auch in seinem Lebensstil freie Wahl. Da er manchmal, wie ich, keine Szene will, kann er auch allein und völlig normal bleiben. Heute gibt es auch Alchemisten der inneren Art, magische Experten der Substanz ohne Labor, sei es weil ihr Geldbeutel leer ist oder weil sie ihre Hände leer halten wollen. Manche Alchemisten haben auch zwei linke Hände, was kein Handikap ist, denn der Spirit weht wo er will und schenkt seine Erleuchtung demjenigen, der ihm wohlgefällig ist.
Die Grenzen zwischen Magie und Spiritualität verschwimmen in der Praxis meist, ein Magier kann jedenfalls auch ein spirituelles Leben führen, umgekehrt ist dies nicht ohne weiteres möglich. Leider beanspruchen Kirchen und Religionen den Geist meist ausschließlich für sich, hetzen gern über die Konkurrenz und lassen ihren obersten Teufel immer wieder mal, wohl zur Abschreckung und zur Einzäunung ihrer Gläubigen, auf unsereins los.
Zurück zum Tarot. Ich will nochmals erwähnen, dass ich hier keine Übersetzung des Werkes von Chic und Samantha Tabatha Cicero vorlege, sondern eine Besprechung und Zusammenfassung in eigener Sprache und nur so weit, wie ich das Werk inspirierend finde; so wird das Werk auch zu meiner eigenen Erfahrung und zuletzt zu einem neuen Entwurf eines Ritualmusters.
Tarot ist also ein Werkzeug der Meditation, der magischen Operationen, der Rituale und der inneren Wandlung. Jede Wandlung beginnt aber im Bewusstsein und kann auch äußerlich als Tat und Lösung vollzogen werden. Doch jeder neuen Erfahrung geht in der Regel eine Lösung von Hindernissen und Hürden voraus.
Wer in den Sinngehalt, in die Symbolik und Klarheit der Tarot-Karten eintaucht, betritt ein Feld, in dem Bewusstsein, Wille und Imagination zu einer einzigen hamonischen Bewegung werden oder werden können.
🔥Die Kunst des magischen Erkenntnis
Die 78 Karten bilden ein vollständiges Modell der Welt: vier Elemente, Planeten, Tierkreiszeichen, göttliche Namen und Wesen anderer Ebenen und ein Universum aus Korrespondenzen bilden das Fundament. Jede Karte ist ein Knotenpunkt dieser Kräfte, ein Zugang zu Energien und deren Flow und Fluss zu Verwandtem, zum Ganzen, wenn ja wenn sie aktiviert und verwirklicht werden.
Ein Talisman entsteht, wenn eine Karte für einen bestimmten Zweck belebt wird, um einen Wunsch zu erfüllen. Im Tarot ensteht ein Talisman durch Konzentration, durch Visualisierung, durch die Ausrichtung des eigenen Willens für einen Zweck, durch Weihung. Ein Amulett hingegen wird durch Weihung an einen Gegenstand gebunden und dient dem Schutz vor Gefahren und Attacken. Der Gegenstand wird so gewählt, dass er von Natur aus eine gewisse magische Signatur trägt und darum leichter und kraftvoller "geladen" werden kann. Ein Talisman ist in seiner Anwendung vielfältiger, er kann jede Form annehmen, ja selbst die Form eines "telematischen, also magischen Bildes", und er kann auch zu Schutzzwecken geweiht werden; ein Talisman kann beinah unsiversell in seiner Form und Anwendung sein und ist deshalb auch besonders für rituelle Zwecke geeignet.
Die Magie folgt vier Prinzipien:
🎯- das Prinzip des Willens: die bewusste Entscheidung für eine Richtung des eigenen Handelns.
🎯- das Prinzip des astralen Lichts: eine übergordnete Ebene, auf der Formen zuerst entstehen, wo die eigentliche Weihe vollzogen, die Magie des Talisman aktiviert und initiiert wird.
🎯- das Prinzip der Korrespondenzen: unsichtbare Verbindungen mit substantieller Wahlverwandtschaft. Dies ist auf der astralen Ebene auch die Vorbedingung aller Genetik
🎯- das Prinzip der Imagination: Imagination ist die bewusste Vorstellung einer zu schaffenden Wirklichkeit. Sie ist die erste Blaupause jeder Architektur, doch sie ist noch keine Verwirklichung, aber ein erster Schritt. Sie ist eine schöpferische Leistung des inneren Menschen, die die äußere Wirklichkeit formt und ermöglicht: durch Wiederholung, Konzentrationen, Intension und Intensität der bewussten Imagination.
Magie ist neutral, die Absicht entscheidet allein. Sie kann Flucht sein, ein Drogenrausch – oder eben auch bewusste Gestaltung des eigenen Schicksals. Nicht alles ist Determinismus und nicht alle Wege führen nach Rom, es gibt auch Wege in die Freiheit.
🌟 Der Engel des Tarot – Hru
In der Mitte des Kartendecks steht Hru, der Engel des Tarot. Er ist die unsichtbare Hand, die durch die Karten führt, ihre Weisheit schützt und den Schützling durch seine Operationen leitet. Hru ist kein Richter, sondern ein Wächter der Erkenntnis, ein Vermittler zwischen menschlichem Willen und göttlicher Ordnung. So steht es bei Chic und Sandra Tabatha Cicero. Es werden weitere Engel des Tarot genannt, doch will ich mich kurz fassen und vom Studium des Originalwerkes nicht abhalten.
🖼️ Rituale und telesmatische Bildsprache
Ein Ritual verdichtet Energie. Es formt aus Symbolen eine Bildsprache, die zuerst im Inneren wirkt und sich später im Äußeren manifestiert. Die Karten können nicht nur befragt werden, sondern auch aktiviert, erweckt, belebt.
Anmerkung: In einem Ritual werden Kräfte in die Bahnen des eigenen Willens gelenkt. Wer leichtfertig oder unachtsam handelt, findet nur Oberflächliches; wer gräbt, öffnet Türen und Möglichkeiten. Das Beleben der Tarotkarten entspricht vollkommen dem Öffnen der Lotusblüten der Kundalini längs der Wirbelsäule im Kundalini-Yoga. Es gibt viele Wege. Es ist doch besser, man folgt dem eigenen Weg, auch wenn dieser mangelhaft ist, als dass man einem fremden folgt, der als vollkommen gepriesen wird.
🌅 Morgenröte & Rubin
Jede Karte ist wie ein Rubin, ein facettenreicher Stein kosmischer Erinnerung. Ihre Facetten funkeln als Weisheit, Mut, Heilung, Klarheit, Erkenntnis.
Tarot ist ein Zeiger eines feinen Instrumentes. Letztlich weist der Zeiger zurück in die Tiefe des eigenen Bewusstseins, das Wahrheit, Sinn und dauerhaftes Glück will. Jede Karte zeigt auch, wo Schatten weichen, wo Wege sich teilen, wo das Morgenlicht aufgeht. Im Tarot ist der Igel oft schneller als der Hase, die Lösung eilt dem Problem voraus
Wenn eine Karte zum Talisman wird, verbindet sich ihre Kraft mit der eigenen Absicht. Dann entsteht jener seltene Moment, in dem Gnade und Wille sich vereinen — eine stille, unwiderstehliche Macht, die Zukunft formt.
Wahl und Weihe
Ein Tarotdeck ist ein magisches Werkzeug. Seine Bildsprache bestimmt, welche Kräfte es weckt und welche Rituale es trägt. Bevor es verwendet wird, wird es gereinigt, geweiht und in die eigene Praxis eingebunden.
Ein geweihtes Deck ist kein Gegenstand mehr, sondern ein Begleiter, ein Vorreiter, ein Blitzableiter.




