Bildung astraler Formen
Kapitel 6 beinhaltet ausführlich die Kunst der bewussten Formgebung und die Verdichtung von schöpferischer Imagination und Energie. Diese Kunst wird von den Autoren Chic und Sandra Cicero als telesmatische Magie bezeichnet, wobei sie auf die Tarot-Karten zurückgreifen.
Diese Kunst ist auch im größeren Rahmen des Aurora‑Codex wesentliche. Chic und Sandra Tabatha Cicero verbinden die Symbolsprache des Golden Dawn mit einer Methode, die es ermöglicht, aus Farben, Formen, Zahlen und Namen ein lebendiges astrales Bild zu erschaffen und zu beleben. In meiner eigenen Sadhana werden bestimmt Aspekte davon aufgegriffen und weitergeführt.
I. Die Öffnung des Portals durch Imagination
Imagination ist das Tor, durch das ein „Hilfsgeist“ im Ritual erfahrbar wird. Ein inneres Bild wird in der Vorstellung festgehalten und dient als astraler Fokus, als Brennpunft des Bewusstseins. Dieses innere Bild kann in der Imagination selbst geschöpft werden oder auch aus unterschiedlichen Quellen stammen. Erzengel und Engel stammen aus hebräischer Herkunft, die Darstellungen der Tarotkarten, also die telesmatische Magie, haben wiederum unterschiedliche Herkunft und mehrer Deutungsnuancen. Es würde zu weit führen all diese Traditionen hier anzuführen. Grundlage und Schwerpunkt der Autoren liegt in den geradezu universellen Anwendungsmöglichkeiten des Tarot.
Durch die Energie der Imagination verdichtet sich die Form zunehmend und damit beginnt bereits die eigentliche Schöpfung: die Sichtbarmachung lebendiger Gestalten im astralen Licht.
In der telesmatische Magie wird ein Kristallisationskeim gebildet aus:
• Namen• Farben
• Zahlen
• Formen
Die Bilder mit diesen Attributen dienen als Anker des Bewusstsein, sie bündeln die Energie und lassen sie als präsent erleben.
II. Durchführung – Ein dreifacher Akt
Die telesmatische Schöpfung vollzieht sich in drei Schritten:
1. Visualisation - Ein inneres Bild wird bewusst und klar vergegenwärtigt.2. Sigillierung - Der Name erhält ein Zeichen aus Punkten und Linien – ein Sigill. Hier wird auch eine Möglichkeit vorgestellt, wie Sigillen aus magischen Quatraten gebildet werden können.
3. Vibration Der Name wird mit innerer Kraft gesprochen, laut oder leise, jedenfalls bewußt; die Schwingungsenergie wird aktiviert, das Bild belebt.
III. Listen mit Zuordnungen
Kapitel 6 enthält mehrere Listen mit traditionellen und alternativen Zuordnungen; es handelt sich dabei um Korrespontenzen, das heißt Verwandtschaftsbeziehungen, die sich gegenseitig stützen und verstärken.Die Autoren zeigen die Vorgehensweise und die Verbindung zu den Tarotkarten.
IV. Elementare Bilder
Die vier Elemente zusammen mit der Quintessenz entalten die größten Geheimnisse der Magie. Da ihre Geheimnisse direkt vor der Netzhaut liegen, sind sie am wenigsten bekannt, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Autoren erläutern auch wie telesmatische Bilder aus den vier Elementen – Feuer, Wasser, Luft, Erde – geformt und im Ritual einsetzbar sind. Jedes Element besitzt eigene Formen, Farben und Kräfte, die wie bereits wiederholt erwähnt in Bild und Symbol verdichtet werden.
Anmerkung: symbolisch = sinnbildlich, abgeleitet aus der griechischen Antike mit der wörtlichen Bedeutung von syn- = zusammen und bállein = werfen, bringen. Symbol ist wörtlich also das Zusammengeworfene, das Zusammengebrachte, Zusammengefügte. Diabolisch ist in dem Zusammenhang nicht nur teuflisch, sondern allgemein das Auseinandergeworfene, das Getrennte, denn dia = Gegenteil von syn, bedeutet also auseinander. In der Heremtik frage ich mich: Zusammenbringen mit WEM oder WAS, Auseinderbringen, Trennen von WEM oder WAS. Dann stelle ich noch mit meinen Lateinkenntnisse den Zusammenhang mit dem römischen Sprichwort her: "divide et imperare" = "Teile und Herrsche", also mit dem Wahlspruch aller Machtausübung und aller Ideologie der Hirnwäsche. Teile und Herrsche, Trenne den Gegner von seinen Quellen, ursprünglich und nicht nur im Christentum von seinen Göttern, Schwäche den Gegener und bring in zu Fall, damit er bereitwillig und gegebenenfalls auch mit Gewalt dazu, ihn mit unserem eigenen, dem Einzigen und Wahren zu verbinden. Bei den Römern war dies kein Wahn, sondern hatte Methode und dieser Wahlspruch hatte (und hat) seine Gültigkeit gewiss nicht erst seit der römischen Expansion. Und heute?
Wieviel Jahrhunderte sind vergangen, seit die Schweden, seit Napoleon, seit die einstigen Schergen in diesem Land in Russland einfielen? Und wann hat Russland das letzte Mal den Westen überfallen? Helft meinen Geschichtskenntnissen und bleibt mit der kriegerischen Hetze weg.
V. Vibration und Prüfung
Das Kapitel endet mit zwei Ausführungen
• Vibration – das kraftvolle Aussprechen des Namens zur Aktivierung der Energie.• Tokens – kleine Prüfzeichen, die anzeigen, ob das telesmatische Bild genau genug und wirksam ist.
Sa. 19. Sept. 2026