🌒 Tarot – Im Dreieck der Kunst

Kapitel 3 beschreibt, wie man mit Hilfe der Tarotkarten in rituellen Legungen und in Weihezeremonien magische Talismane erschafft und auf diese Weise magische Ziele unterstützt. Es geht dabei um die Verbindung der Karten mit Ritualstruktur, Visualisation und der Anrufung göttlicher Kräfte. Ich spreche von göttlichen Kräften in dem Sinne, dass ein Wesen immer die Einheit von Kraft und Bewusstsein ist. Ein grundlegendes Verständnis für den Zusammenhang von Tarot und Talisman für praktische Zwecke wird damit für die späteren Kapitel 6 und 7 ermöglicht.

Die Autoren stellen eine spezielle rituelle Kartenlegung vor: das Dreieck der Kunst. Es dient dazu, die Kräfte eines Talismans zu fokussieren und die magische Absicht klar auszurichten. Dabei repräsemtieren die drei Karten:

1. Die zentrale Kraft als Ziel.
2. Die unterstützende Energie.
3. Die Form, in der die Kraft sich manifestiert.

Vor der Legung wird der Raum gereinigt, der Altar vorbereitet und der Magier versetzt sich in einen fokussierten Bewusstseinszustand. Jedes Ritual dient der Einübung einer bestimmten Ausrichtung des Bewusstseins, den man, einmal eingeübt, jederzeit aktivieren kann. Damit wird die Verknüpfung von Tarotkarte und Talisman zu einem alltäglichen Werkzeug für jede Lebenslage und jede Alltagssituation.

Die eigentliche Ladung eines Talisman geschieht dann durch die Übertragung der eigenen Energie, die durch denn Brennspiegel des Rituals auf den Talisman übertragen wird. Ob nun die Energieübertragung physisch auf einen Gegenstand, etwa ein Medallion oder bei den Tarotkarten astral geschieht, ist eigentlich zweitrangig. Die letzere Übertragung nennen die Autoren telematisch, was also ein magisch-astraler Akt ist. Das Resultat ist bei Erfolg eine Verwirklichung des Zieles; das normale alltägliche Bewusstsein wird hierbei mit den überbewussten und unterbewussten Bewusstseinsbewegungen in Harmonie gebracht und die Sabotage, ob eigen oder fremd, findet ihr Ende. Die Bahn ist frei und das Ergebnis wird bei Verwirklichung beglückend erlebt.

🧭ANHANG

Zu den Tarot-Karten

Ich stelle einige Tarot-Karten der Großen Arkanen vor. Es ist der erste Entwurf für ein vollständiges Set der Großen Arkanen, ob ich dies in den nächsten Wochen auch hier vorstelle, kann ich nicht versprechen. Für den Stil meiner Darstellung habe ich widergespenstige Stiltendenzen zusammengebracht. Sie tanzen nun einmütig, in mystischen, antiken und futuristischen Ringelreihen. Unter der Schirmherrschaft von Futur 1 können sich Mystik und Antike austoben. Futur 2, die Vollendung der Zukunft, liegt noch weit jenseits des Zeithorizonts.

Zum Video

Das Video habe ich Paimon gewidmet, einem Dämon, der mir in einem salomonischen Grimoire begegnet ist als ein jungendlicher König, beschrieben als Gottheit. Vielleicht sollte ich hier eine Triggerwarnung aussprechen, ein Triggerwarnung vor Teufelswerk mit Dämonisierungen aller Art. Nun, diese Gottheit wird so beschrieben: jugendlicher König, auf einem Kamel reitend, von einer Schar Musikanten begleitet. Zu den Fähigkeiten Paimons zählt unter anderem die Meisterschaft der Alchemie. Im letzten Kapitel habe ich die Überschneidung von Tarot, Talisman und Alchemie gezeigt. Paimon möge mir behilflich sein bei einer direkten Verbindung mit Königinnen und Königen der 4 reinen, unvermischten Elemente.

Die traditionelle Alchemie, die bis ins 19. Jahrhundert reicht, ist heute ein ziemlicher Scherbenhaufen mit einigen kostbaren Fundstücken in Museen. Sie ist gekennzeichnet durch die legendäre Smaragdtafel des Hermes Trismegistos, den grichisch-römischen Abkömmling äqyptischer Weisheit. Die heutige Alchemie geht und muss andere Wege gehen, wie zersplittert sie auch immer sei.

Meine Lehr- und Labormeister gewinne ich woanders. Bücher und Seminare, Kurse und Tagungen lassen ein Gefühl der Leere zurück vom materiellen Gewinn der Vortragenden abgesehen, was ich niemandem vergönne. Ich erinnere mich gern an meine Kindheit zurück als ich im Schwarzwald ein erfüllteres Leben fand als später, wo auch immer. Ich bin nicht kindisch und gehe auch keinen Weg zurück, von einem Rückwärtsgang hie und da abgesehen.

Glücklicherweise stand zur Stund meiner Geburt Uranus am östlichen Horizont und seither geht diese Gottheit, begleitet von Urania hier täglich für mich auf. Uranus ist der Pionier schlechthin, er kennt die Lösung vor dem Problem, wartet aber nicht gern auf die Zöglinge, von den Besserwissi ganz zu schweigen.

Alchemie ist wie Tarot eine Rotation göttlicher Energie in, über und vor allen Formen der werdenden und gewordenen Evolution. Aber welcher Evolutionsbiologe kann denn den einfachen Prozess der Chrisalis nachvollziehen? Immerhin können sie ihn vorurteilsfrei beschreiben. Im übrigen muss der Nachvollzug im eigenen Körper geschehen, ansonsten ist er nicht vollständig, er muss hier geschehen, auf der Erde und im eigenen Körper. Referenzen sind immer second hand. Nix Ursprüngliches.

Sa. 29. Aug. 2026